Trotz dieser Ankäufe durch die EZB entwickelten sich die Risikoaufschläge von Anleihen europäischer Randstaaten bis Ende Mai uneinheitlich. So sank zwar der Risikoaufschlag griechischer Staatsanleihen gegenüber deutscher Bundesanleihen im Mai auf etwa 7% und lag damit weit unter dem Höchststand von 17%. Gleichzeitig stiegen aber die Risikoaufschläge spanischer und italienischer Anleihen weiter an. Viele Investoren, die in lang laufenden Papieren der Randstaaten investiert waren, nutzten das Kaufprogramm der EZB um sich von ihren Positionen zu trennen.
Die Haushaltproblematik der Länder und der damit einhergehende Sparzwang können sich als Bremse für die europäische Konjunktur auswirken. Dennoch bieten Aktien im Vergleich zu Anleihen attraktive Bewertungen. Während die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen aktuell gerade einmal bei 2,6% liegt, bieten europäische Aktien aktuell eine Gewinnrendite von 6,5 % (EuroSTOXX). Auch Aktien aus
Schwellenländern mit einem hohen, nachhaltigen Bevölkerungswachstum und einem dynamischen Binnenmarkt bleiben attraktiv.